„High Society“ ist umsatzstärkster Kinostart im September

 

Wie Jannik Schümann gehört auch Jannis Niewöhner (25) zu unseren erfolgreichen Jungschauspielern. In der Komödie von Anika Decker ist er derzeit als Polizist „Yann“ zu sehen. Für ihn ging ein Kindheitstraum in Erfüllung. Wir sprachen in Berlin über Luxus und seine kommenden Projekte.

 

Für Jannik Schümann war sein Kostüm sehr wichtig, um in die Rolle eintauchen zu können. Wie ist es bei dir mit der Uniform gewesen?

Eine Polizeiuniform zu tragen, macht natürlich Spaß. Für mich ist ein kleiner Kindheitstraum in Erfüllung gegangen.

„Yann“ ist ein ausgefallener Charakter, der „Anabel“ gerne ein wenig auf die Schippe nimmt. Wieviel Jannis steckt in „Yann“?

Was wir gemeinsam haben ist, dass wir beide aus einer einfachen Gegend kommen und dadurch einfach sind. Was ich besonders an ihm mag ist, dass er sich erst mal gegenüber der High Society verschließt, aber am Ende sich dem ganzen auch öffnen kann.

Eine sehr schöne und liebevolle Szene gibt es von dir und Emilia Schüle auf dem Teufelsberg. Wie hat dieser Ort auf dich gewirkt während des Drehs?

Es ist ein ganz besonderer Ort, ich war das erste Mal dort. Man kann ganz Berlin überblicken, es ist durchaus romantisch.

Wie gesellschaftskritisch siehst du „High Society“?

Ich sehe ihn nicht gesellschaftskritisch. Gerade die Schere zwischen Arm und Reich geht immer mehr auseinander. Deshalb ist es eine Wiedergabe von dem, was sich gerade in unserem Land abspielt. Der Film ist in erster Linie dazu da, um uns zu unterhalten und uns in eine Märchenwelt reinzuholen. Er soll dem Zuschauer ein gutes Filmerlebnis schaffen.

„Yann“ hat sich dem Luxus erst mal verschlossen. Was ist denn Luxus für dich?

Wenn ich in den Drehpausen zu meinen Eltern fahren und in die Welt zurückkehren kann, aus der ich komme. Leider bin ich gerade viel zu wenig dort. Luxus ist aber auch für mich, diesen Beruf zu haben und dadurch in viele Bereiche reinschauen zu können.

Was bedeutet Geld für dich?

Ich versuche, dem Geld nicht viel Wert zu geben und besonders darauf zu achten, nicht viel oder nur wenig auszugeben. Für mich ist Familie und Freundschaft das wichtigste. Von ihnen umsorgt zu werden, bedeutet mir sehr viel. Was ich aber immer ganz spannend finde ist, vermögende Menschen, zu beobachten. Sei es bei einem Frühstück in einem teuren Hotel oder auf der Straße, wenn sie aus einem teuren Wagen aussteigen. Irgendwie sehen sie nie glücklich aus. Sie sind immer alle so ernst.

Was für ein Projekt steht für dich als nächstes an?

Es kommt was Großes auf mich zu, aber ich darf leider noch nichts verraten. Dort beginne ich bald mit dem Dreh. Anfang Oktober bin ich in der historischen Verfilmung „Maximilian“ zu sehen. Dann habe ich auch zum ersten Mal eine kleine internationale Rolle, in dem Film „Mute“ von Duncan Jones, dem Sohn von David Bowie.

Wäre es dein Wunsch, weiter international durchzustarten?

Ja, aber ich kann momentan alles hier umsetzen, wovon ich solange geträumt habe. Das würde ich nie für kleine Rollen in Amerika hergeben. Ich habe derzeit in Deutschland den großen Luxus, Rollen abzusagen und mir diese auszusuchen, die mich in der Schauspielerei weiterbringen.

 

High Society startete am 14. September 2017 in den deutschen Kinos. Mit rund 125.000 Besuchern am ersten Wochenende, verdrängte er nicht nur „Bully – Der Film“ von Platz 1, es wurde auch der umsatzstärkste Film, der jemals im September gestartet ist. Am Samstag gibt es ein weiteres Interview mit Jannis Niewöhner, in dem wir über seine Rolle in „Maximilian“ sprechen werden.

 

Jannis Niewöhner bei der Weltpremiere von "High Society"

Jannis Niewöhner spiel den Polizisten Yann, welcher der wohlhabenden Tochter Anabel die Welt des Plattenbaus schmackhaft macht. Fotos: Sabrina Heun