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„Fack Ju Göhte 3“ Drehbuchautor – Bora Dagtekin: „Drehbuch schreiben ist keine Zauberei“

Fack Ju Göhte 3“ ist erfolgreichster Teil

 

Ein Rekord jagt den nächsten – die Oberstreber der deutschen Filmszene haben es zum Abschluss der „Fack Ju Göhte“ Reihe nochmal so richtig krachen lassen. Nach zwölf Tagen sahen bereits mehr als vier Millionen Zuschauer den #finalfack. Damit ist die Goldene Leinwand und der Bogey in Gold bereits sicher. Regisseur und Drehbuchautor Bora Dagtekin (39) sicherte sich ebenfalls das zweitbeste Startwochenergebnis aller Zeiten mit seinem Film. Am Rande der Kinotour nutzte ich die Gelegenheit, ihm im Kinopolis Frankfurt-Sulzbach ein paar Fragen zu stellen.

 

Du hast vor zwei Jahren im Interview erzählt, dass du rund neun Monate für das Drehbuch des zweiten Teils gebraucht hast. #finalfack übertrifft ihn vom Inhalt bei weitem und ist meiner Meinung nach einer der besten Teile der Trilogie. Wie lange hast du diesmal gebraucht?

Zwischen neun bis 14 Monate. Es ist immer unterschiedlich, wie lange man letztendlich für das Drehbuch braucht. Denn es sind auch im Durchschnitt sechs bis zwölf Fassungen, die am Ende entstehen, bis der Film dann endlich gedreht wird.

Anika Decker drückt sich ganz gerne vor dem Drehbuch schreiben – macht erst mal ein wenig Sport oder liest Boulevardmagazine, bevor sie mit der Arbeit loslegt. Vielen anderen Drehbuchautoren geht es genauso. Wie sieht es bei dir aus?

Es ist schon ein handwerklicher Beruf und keine Zauberei. Wie jeder andere, der morgens zur Arbeit geht, stehe ich auf und setze mich um halb zehn an den Schreibtisch, um meine Arbeitszeiten einzuhalten. Das wichtigste ist, dass man sich immer vorher genau entscheidet, wie lange man schreibt. Wenn man sich vornimmt, bis 16:30 Uhr zu schreiben, dann muss man es auch wirklich durchziehen. Dann geht es schon.

Wie wir dich kennen, hast du doch bestimmt schon das nächste Filmprojekt in Planung. Worauf dürfen wir uns freuen? Gibt es schon Pläne?

Ja, Urlaub (lacht).

Und danach?

Ich hoffe, wieder etwas mit Elyas, wenn er will. Ich fand, es war wieder eine sehr schöne Zeit mit ihm. Es wird auf jeden Fall spannend, etwas Neues anzufangen. Wir sind jetzt fünf Jahre zur Schule gegangen und ich freue mich auf das, was kommt. Mehr kann ich aber momentan noch nicht sagen.

#finalfack übertrifft die vorherigen Teile vom Lachfaktor bei weitem. Wie kommst du immer auf diese abgedrehten Geschichten?

Immer bei der Kinotour gut zu hören (lacht).

„Fack Ju Göhte 3 – #finalfack“ ist der krönende Abschluss eines erfolgreichen Kinoformates. Ex-Knasti Zeki Müller (Elyas M`Barek) hat es geschafft, die 10b, trotz fehlender Lehrer Ausbildung, zu unterrichten. Neu an seiner Seite ist Lehrerin Biggi Enzberger (Sandra Hülle). Wie Müller nimmt auch sie es nicht ganz so streng mit den pädagogischen Lehrmaßnahmen. Als die Goethe Gesamtschule vor dem drohenden Aus steht, bekommt Zeki Müller von der Schulleiterin (Katja Riemann) ein Ultimatum gestellt. Entweder er schafft es, die bildungsfernen Problemfälle durch die Abi Zulassungsprüfung zu bringen oder sie lässt ihn auffliegen, dass er eigentlich gar kein Lehrer ist. Auf diesem Weg passiert sowohl Müller als auch den Schülern so einiges. Es ist der Beste Teil der Trilogie, da er nicht nur auf wichtige Probleme des Schulalltages, wie zum Beispiel Mobbing oder Selbstmordversuche bei Teenagern aufmerksam macht. Er ist auch der Beweis, dass der Glaube an seine Schüler und vor allem die Zuneigung, selbst Problemschüler zu einem Erfolg führen kann. Ein großartiger Kinospaß für die ganze Familie.

 

Rund 1.200 Fans feierten im Kinopolis Frankfurt-Sulzbach eine Abschlussparty, die es in sich hatte. Vor dem Film gab es zahlreiche Autogramme und Selfies für die Fans. Bora Dagtekin und Elyas M` Barek waren schon wieder auf der weiterreise zur nächsten Kinotourstation, als der Film mit minutenlangem Applaus im Kino endete. Hier ein paar Erinnerungsfotos:

Fotos: Sabrina Heun

 

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