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„Für meine Tochter“: Bis an die Grenzen und noch weiter

Meisterwerk mit Dietmar Bär und Anna Hermann

 

Manchmal sehen es die Umstände im Leben so vor, dass wir eine Odyssee durchleben müssen, um am Ende das Glück zu finden. Genauso geht es Apotheker Benno Winkler, der auf tragische Weise zuerst seine Frau verliert und dann fast seine Tochter. „Für meine Tochter“ ist ein packendes ZDF Drama, was absolut sehenswert ist.

 

Nach dem tragischen Tod seiner geliebten Frau, lebt Apotheker Benno Winkler (Dietmar Bär) zurückgezogen. Weltpolitische Entwicklungen und die Flüchtlingskrise kümmern ihn nur wenig. Umso größer ist der Schock, als ihn die Nachricht erreicht, dass der Pass seiner Tochter Emma (Anna Herrmann) in der Türkei aufgetaucht ist. Sein Leben kommt noch mehr ins Wanken, denn er muss sich eingestehen, sie völlig aus den Augen verloren zu haben. Dachte er doch stets, dass sie ihrem Studium in Berlin nachgeht. In seiner tiefen Trauer hat er nicht mitbekommen, dass sie sich politisch engagiert und mit einer halsbrecherischen Aktion eine befreundete syrische Familie aus dem türkisch-syrischen Grenzgebiet befreien möchte. Eine schier endlose Suche beginnt, die ihn bis in das Kriegsgebiet führt. Er erfährt am eigenen Leib, was es bedeutet, vor Krieg und Gewalt auf der Flucht zu sein. Benno geht an seine Grenzen und noch weiter, um seine Tochter zu finden.

Anna Hermann in dem ZDF Drama

Im Einsatz für Gerechtigkeit, begibt sich Emma Winkler (Anna Hermann) im türkisch-syrischen Kriegsgebiet in Lebensgefahr und erlebt das Grauen. Foto: ZDF/Moritz Schultheiß

Dietmar Bär im ZDF Drama

Ihr Vater (Dietmär Bär) macht sich auf die Suche, um sie zu finden – in einem Flüchtlingslager findet er die ersten Spuren. Foto: ZDF/Mohammed Kamal

Dietmar Bär und Adam Bay im ZDF Drama

Auf der Suche durchlebt er eine schier endlose Odyssee und erfährt, was es heißt an Leib und Leben bedroht zu sein. Foto: ZDF/Mohammed Kamal

Für mich persönlich gehört der Film zu denen, die man gesehen haben muss. Er ist packend, bewegend, aufrüttelnd und bewegt zutiefst. Eine sehr gelungene Arbeit von Cast und Crew gibt es für euch am 08. August 2018 um 20:15 Uhr im ZDF. Regie führte Stephan Lacant („Fremde Tochter“, „Freier Fall“). Im Interview des Monats gibt Dietmar Bär spannende Einblicke in die Dreharbeiten und verrät, ob  der Film sein Denken zum Thema Flüchtlingskrise verändert hat. Das Interview findet ihr hier.