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„Bettys Diagnose“ Hauptdarstellerin – Annina Hellenthal: „Ich habe höchsten Respekt!“

Am Freitag startet die fünfte Staffel

 

Für Annina Hellenthal (35) geht es mit „Bettys Diagnose“ in die zweite Runde. Wie es mit der Krankenschwester Bettina  „Betty“ Weiss weitergeht und was wir Spannendes in der neuen Staffel erwarten können, verriet uns die Schauspielerin im Interview.

In der ersten Folge „Konsequenzen“ hilft Betty einer Kollegin aus der Patsche. Diese hat Videos von Patienten ins Netz gestellt und wurde daraufhin angezeigt. Betty gibt ihr Rückendeckung und die Chance, sich selbst zu stellen. Ist sie die gute Seele der Station?

Sie ist eine gute Seele, aber scheut auch keinen Konflikt. Vor allem, wenn es um das Wohl der Patienten geht.

Wie viel dürfen Sie selbst in Ihre Figur mit einbringen?

Das ist sehr unterschiedlich. Grundsätzlich können wir die Formulierungen auch mal anpassen. Ich muss das Gefühl haben, dass ich es gut sprechen kann, sonst wirkt es schnell künstlich für den Zuschauer.

Wie sieht ein typischer Drehtag bei Ihnen aus?

Der typische Drehtag beginnt morgens um 07:40 Uhr für mich, wenn ich abgeholt werde. Dann fahre ich zum Set, trinke einen Kaffee und gehe in die Maske. Danach findet meist die erste Lese- und Szenenprobe statt und es wird gedreht. Das Prozedere wiederholt sich dann den ganzen Tag.

Wie schaffen Sie es, den Ausgleich nach einem langen Drehalltag zu bekommen?

Wir sind ein tolles Team und über die Jahre zum Teil auch privat Freunde geworden. Es ist alles sehr harmonisch. Wenn genug Zeit ist, suche ich mir meine Räume und bin mit Freunden zusammen. Allerdings, nach einem langen Drehtag will man oft auch einfach nur noch schlafen. Solche Tage gibt es auch (lacht).

Bekommen Sie von einer Krankenschwester Hilfestellungen am Set?

Ja, Kerstin hilft uns immer. Sie ist gelernte Krankenschwester und gab mir vor dem ersten Drehtag eine Einführung, wie ich zum Beispiel Blut abnehme oder medizinische Geräte zu bedienen habe. Kerstin ist immer vor Ort, wenn es um Szenen geht, in denen medizinischer Rat gefragt ist. Wir besprechen gemeinsam, wie der Patient liegen oder sitzen muss. Je nach Krankheitsbild ist das immer unterschiedlich.

Was denken Sie selbst über den Beruf?

Ich habe höchsten Respekt! Es ist ein Fulltime-Job, der einem physisch und vor allem emotional sehr viel abverlangt. Aber es wäre, glaube ich, nichts für mich.

Was war für Sie der Auslöser, Schauspielerin zu werden?

Ich war mit einer Schul-AG im Schauspielhaus Bochum, wo wir ein paar Szenen gespielt haben. Zu dem Zeitpunkt war ich sehr schüchtern, hatte Schwierigkeiten z.B. vor der Klasse zu sprechen und merkte plötzlich, dass ich im Moment des Spiels völlig frei war von Außenbetrachtung. Ich habe mich nicht mehr beobachtet, bewertet oder kritisiert gefühlt und konnte einfach das machen, wonach mir gerade war, fühlte mich frei. Ich habe gemerkt, dass das wohl meine Ausdrucksweise ist. Dann wusste ich mit 16 Jahren, dass es für mich nichts anderes gibt.

Was würden Sie dem Nachwuchs mit auf den Weg geben?

Einfach mit Leidenschaft an die Sache gehen, die man liebt. Wenn man dann noch bereit ist, viel zu lernen, dann wird man automatisch seine Ziele erreichen.

Zum Schluss hätten wir gerne noch gewusst, wie es mit Betty weitergehen wird?

Sie hat eine kleine Krise mit ihrem Mann gehabt und wir werden sehen, ob sie sich wieder berappeln. Es bleibt spannend.

Marie Zielcke, Annina Hellenthal und Carolin Weber in

Ein eingeschworenes Team sowohl vor als auch hinter der Kamera – von links: Hanna Winter (Marie Zielcke), Betty Weiss (Annina Hellenthal) und Tatula Pfeifer (Carolin Walter). Foto: ZDF/Aaron Rositzka

Wir dürfen also gespannt sein, wie es mit Betty und ihren Kolleginnen ab dem 12. Oktober 2018 in den kommenden 25 Folgen jeweils freitags um 19:25 Uhr im ZDF weitergehen wird.