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„Beat“ Hauptdarsteller – Hanno Koffler: „Die Serie ist ein Unikat“

Neue Thriller-Serie auf Amazon Prime

 

Hanno Koffler (38) ist seit letzter Woche in „Beat“ zu sehen. Er verkörpert den leidenschaftlichen Clubbesitzer Paul. Wir sprachen mit ihm über die Entstehung seiner Figur und er verriet uns, was für ihn ein guter Club besitzen muss.

 

Herr Koffler, „Beat“ ist Ihre erste Serie. Was macht sie noch besonders für Sie?

Das Schöne ist, dass es ein Thema anspricht, was so noch nicht als Serie und vor allem in dieser Größenordnung produziert worden ist. Diesen Einblick in das Berliner Nachtleben und die Welt der Kriminalität des Organhandels lässt ein Genre-Mix aus Thriller und Club-Film entstehen – ein Unikat für mich.

Sie spielen den Clubbesitzer Paul. Für mich geht er ein wenig blind durch sein Leben. Wie würden Sie ihn beschreiben?

Paul ist Beat`s bester Freund und ein Herzensmensch. Er hat damals mit seinem besten Freund die Nachtwelt erobert und beide haben den Techno für sich als Lebensinhalt gefunden. Inzwischen ist Paul Familienvater und älter geworden. Sein Werte- und Prioritätensystem hat sich verschoben. Er hat aus seiner alten Leidenschaft ein Geschäft gemacht, um seine Familie zu ernähren und für sie Sorgen zu können.

Nina Gummich, Hanno Koffler und Jannis Niewöhner in "Beat"

Beat (Jannis Niewöhner, rechts) gehört zu Pauls (Hanno Koffler, links) kleiner Familie. Zusammen mit seiner Frau (Ninna Gummich, links) hat er zwei Kinder. Foto: 2018 Amazon.com, Inc. or its affiliates

Was macht für Sie persönlich ein guter Club aus?

Für mich ist es inzwischen unheimlich wichtig, dass die Luft gut ist. Ich hasse verrauchte Clubs. Man muss die Möglichkeit haben, zu tanzen. Außerdem sollten die Handys rar auf der Tanzfläche gesät sein, damit man nicht auf dem Höhepunkt der Musik geblendet wird. Und ein guter Club hat gute Musik, auf die man sich immer verlassen kann, auch wenn man spontan hin geht. Das Wasser und das Bier sollten erschwinglich sein. Wenn eine Flasche Bier über vier Euro kostet, ist es für mich kein guter Club mehr.

Wie haben Sie sich auf Ihre erste Serienrolle vorbereitet?

Im Vergleich zu den Vorbereitungen zu einem Fernseh- oder Kinofilm nimmt sich die Vorbereitung nicht viel. Es wird eher diktiert durch den Stand des Drehbuchs und die individuellen Möglichkeiten der einzelnen Rollen. Ich habe die Figur in einer Fassung angeboten bekommen, wo sie meinen Vorstellungen nicht entsprochen hat. Wir haben dann gemeinsam mit dem Produzenten Chris Doll und Regisseur Marco Kreuzpaintner die Rolle umgeschrieben. Dadurch kam ich vorab schon sehr gut in meine Rolle rein.

Sie durften also die Figur komplett mitgestalten?

Wir haben die Figur in ihrem Kern nochmal neu aufgebrochen und neu gesetzt. Angeboten wurde mir die Figur als zerstörter, kaputter Charakter, der eigentlich tief im Nachtleben verankert ist, sich nicht befreien kann und sehr exzessiv wie Beat Drogen konsumiert. Das wollte ich nicht, weil ich für die Serie das starke Bedürfnis hatte, eine Figur zu verkörpern, die für das Gute, die Liebe und die Familie kämpft. Demzufolge eine ganz andere Perspektive auf das kriminelle Thema den Organhandel hat. So haben wir dann die Figur entwickelt und ich finde, sie bietet in der jetzigen Form einen größeren Mehrwert für die Serie.

Hanno Koffler in "Beat"

Hanno Koffler ist Paul – leidenschaftlicher Clubbesitzer mit großem Herz. Foto: 2018 Amazon.com, Inc. or its affiliates

Was braucht für Sie eine gute Serie?

Für mich sind die Figuren sehr wichtig. Ich muss ihr Handeln nachvollziehen und mitgehen können. Wenn ich an ihnen nicht andocken kann, ist es schwer, mich für eine Serie zu begeistern. Es muss für mich nicht nur der Schocker oder das Harte sein, so wie wir es bei „Beat“ haben. Wenn die Serie mich menschlich berührt und mir einen Spannungsbogen gibt, wo ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht, ist es perfekt.

„Beat“ hat einige schonungslose Szenen, die mich noch lange nach dem Abschalten gedanklich beschäftigten. Welche Szene hat Sie nach der ersten Sichtung noch lange beschäftigt?

Sehr hart waren für mich diese schicksalhaften Szenen, wo man den Arzt dabei sieht, wie er die Taten vollrichtet, die er durch den Organhandel verrichten muss und dabei Menschen zu Schaden kommen. Das sind schockierende Ereignisse. Für mich persönlich hat sich auch das Staffelfinale eingebrannt.  

Was erwartet den Zuschauer?

„Beat“ ist ein emotionaler Beritt durch das Berliner Nachtleben. Mit wirklich all seinen Schattenseiten – die Technowelt, die Kriminalität, die unterschiedlichen Abgründe und Menschen. Man kann ihnen allen ein Stückweit folgen und in ihre Welten mit eintauchen. Das ist etwas, was international noch nicht da war. Die Serie zeigt eine andere Perspektive auf die Stadt und die Menschen.

Jannis Niewöhner und Hanno Koffler in "Beat"

Beat (Jannis Niewöhner, links) und Paul (Hanno Koffler, rechts)  machten ihre Liebe zum Beat zum Beruf. Foto: 2018 Amazon.com, Inc. or its affiliates

Seit dem 09. November 2018 ist Hanno Koffler an der Seite von Jannis Niewöhner („High Society“), Karoline Herfurth („Fack Ju Göhte“), Kostja Ullmann („Mein Blind Date mit dem Leben“), Alexander Fehling („Der Hauptmann“) und Christian Berkel („Der Kriminalist“) in „Beat“ auf Amazon Prime zu sehen. Es ist eine packende und spannende Serie, die wir so noch nicht zu sehen bekommen haben. In einem weiteren Interview zur Serie, erzählt Jannis Niewöhner von den Dreharbeiten und spricht über seine Rolle.