Cast & Crew

#lookbehind mit den „Bergrettern“ – Hauptdarsteller Sebastian Ströbel: „Die Berge erden mich“

Elfte Staffel und Sonderinterviewreihe beginnt

 

Jeder Anfang hat einen Zauber inne – am Donnerstag geht es für die erfolgreiche Serie „Die Bergretter“ in die elfte Runde. Weltweit stellt das Team eine einzigartige Produktion Jahr für Jahr auf die Beine. Es wird Zeit, um ein bisschen mehr hinter die Kulissen zu schauen – Hauptdarsteller Sebastian Ströbel (42) macht den Anfang unserer dreiteiligen Interviewreihe.

 

Herr Ströbel, ab Donnerstag sind Sie wieder in der Rolle als Bergretter Markus Kofler zu sehen. Dreharbeiten in schwindelerregender Höhe, hohe Berge und viele weitere Extreme erwarten Sie bei jedem Dreh. Wie bereiten Sie sich vor?

Mit den Jahren hat sich ein Fundament gebildet, von dem ich schöpfen und darauf aufbauen kann. Die körperliche Fitness ist vor jedem Dreh für mich jedoch unerlässlich und steht bei den Vorbereitungen im Vordergrund. Das heißt, ich mache viel Ausdauersport und gehe Klettern. Außerdem beschäftige ich mich mit der Seiltechnik, damit ich weiß, wie ich die Karabinerhaken anwende.

Während der Dreharbeiten, klettern Sie sehr oft in schwindelerregender Höhe, was in Kombination mit dem Spiel eine sehr große Herausforderung ist. Wie wichtig ist es mental ebenfalls fit zu sein?

Du musst mental immer einhundert prozentig da sein, weil du die Gefahren erkennen und einschätzen musst. Das ist unabdingbar. Du musst auf solch eine Rolle wirklich Lust haben und es wirklich wollen. Wenn man an der körperlichen Belastung und dem starken Naturaspekt kein Interesse hat, darfst du diese Rolle nicht spielen.

Gefahren sind ein gutes Stichwort. Da Sie immer On-Location drehen, ist in den Bergen natürlich mit einem plötzlichen Steinschlag oder anderen Naturgewalten zu rechnen. Wie behelfen Sie sich da?

Wir werden bei den Dreharbeiten von einem Team von der Bergrettung Ramsau begleitet. Sie sondieren vorher den Drehort, auf mögliche Gefahren oder weisen uns daraufhin. Das Team hat immer ein wachsames Auge und sorgt dafür das wir wohlbehütet arbeiten können.

Die „Bergretter“ haben durch die einzigartige Produktion weltweit ein Alleinstellungsmerkmal, was vor allem dadurch entsteht, dass Sie kaum gedoubelt werden. Hat dies ein Vorteil für Sie als Schauspieler?

Natürlich. Je mehr Szenen ich als Schauspieler selbst drehen kann, umso mehr Input gibt es für die Rolle. Das ist ein Erfahrungsschatz, der mir in Gefahren ermöglicht ganz anders zu agieren. Es ermöglicht mir auch mich noch intensiver in die Rolle hineinzuversetzen, was natürlich für die Einsatzszenen sehr wertvoll ist. Je realer für mich die Umstände werden, desto realer kann ich mich dann auf das Spiel einlassen.

Was nehmen Sie aus der Zusammenarbeit mit den Bergrettern mit?

Die Ruhe und die Erdigkeit, die sie haben, gerade wenn sie in einem Einsatz sind. Wir zeigen immer jede Menge Action und sehr viel Drama. Letzteres haben sie natürlich auch. Doch ich bewundere es, mit welcher Ruhe und Konzentration sie manchmal über Tage in einem Einsatz sind. Markus Kofler ist schon das Gegenteil von ihnen (lacht). Er geht viel mehr das Risiko ein und bringt sich gerne auch mal selbst in Gefahr, wohingegen die richtigen Bergretter natürlich dies nie so bewusst tun würden.

Sebastian Ströbel "Die Bergretter"

Sebastian Ströbel in seiner Rolle als Markus Kofler. Am Helikopter schwebend drehen, ist für ihn keine Seltenheit. Foto: ZDF/Walter Wehner

Jede Menge Action bieten Sie tatsächlich. Das faszinierende an der Produktion ist, dass Sie keine Mühen Scheuen und das ganze Team gerne auf eine Alm oder einen hohen Berg wandert, um zu drehen. Wie viel Mehraufwand ist es für das Team, solche Szenen On-Location zu drehen?

Ich glaube, wir sind wirklich einzigartig was wir da leisten. Sowohl körperlich als auch logistisch sind wir europaweit, wenn nicht sogar weltweit die anspruchsvollste Produktion. Deshalb sind wir stark wetterabhängig und haben dadurch oft lange Wartezeiten. Außerdem ist es natürlich bei solchen Szenen immer eine enorme Herausforderung, das ganze Equipment an den Drehort zu bekommen. Manchmal kommen wir gar nicht direkt mit dem Auto hin und müssen ein Stück zu Fuß gehen (lacht). Meist drehen wir an solchen Szenen bis zu acht Stunden oder länger und am Ende sind es nur ein paar Sekunden Filmmaterial die übrig bleiben. Es ist wirklich enorm, was wir dort über Monate leisten.

Die Winterszenen werden meist bei bis zu minus 20 Grad Celsius gedreht. Wie schaffen Sie es, unter solchen Bedingungen zu spielen?

Gefühlt sind es meist minus 30 Grad Celsius (lacht). Diese Dreharbeiten sind schon echt heftig. Gerade, wenn die Kälte über einen eingebrochen ist und du kaum noch die Finger bewegen kannst. Am allerschlimmsten ist es, wenn du eine Blechdose berühren musst und mit den Fingern kleben bleibst. Da ist dann ein Limit erreicht. In solchen Momenten hast du nur die Wahl weiterzumachen. Man hofft dann einfach, dass die Sonne schnell untergeht und sehr schnell Drehschluss ist (lacht).

Wie schöpfen Sie wieder Kraft nach solchen anstrengenden Dreharbeiten?

Ich treibe etwas Sport, um mich auszupowern oder lese sehr gerne. Momenten lese ich eine Biografie von „Van Gogh“. Ich liebe Bücher und lese alles querbeet.

Lusie Bähr, Sebastian Ströbel, Michael Pascher, Michael König, Ferdinand Seebacher und Robert Lohr in "Die Bergretter"

Nach dem Ausstieg von Tobias Herbrechter (Markus Brandl) bekommt das Team ein neues Mitglied. Simon Plattner (Ferdinand Seebacher, erster von rechts) verstärkt ab sofort die Bergretter. Das Team von links: Katharina Strasser (Luise Bähr, links außen), Markus Kofler (zweiter von links), Rudi (Michael Pascher, dritter von links), Peter Herbrechter (Michael König, zweiter von rechts) und Michael Dörfler (Robert Lohr, von hinten). Foto: ZDF/Kerstin Stelter

Sie sind privat ebenfalls gerne in den Bergen unterwegs. Was fasziniert Sie daran?

Es ist einfach diese unglaubliche Naturgewalt. Du kannst es ein bisschen mit dem Kathedralen-Denken vergleichen. Wenn du in den Kölner Dom kommst und dich einfach vor Ehrfurcht auf die Knie schmeißen möchtest, weil es so erhaben und wunderschön ist. So ergeht es mir bei den Bergen. Ich komme mir klein und irgendwie unbedeutend vor, wenn ich dort stehe. Diese Natur zu sehen, wie sie ineinander übergeht, das erdet mich und ich bin schnell bei mir.

Markus Kofler muss sich in der kommenden Staffel von seinem besten Freund Tobias Herbrechter (Markus Brandl) verabschieden. Sowohl vor der Kamera als auch dahinter sind Sie beide ein super Team und haben jede Menge Spaß am Set. Gibt es eine lustige Anekdote, die Sie mit uns teilen?

Da gibt es so viele, da weiß ich nicht wo ich anfangen soll zu erzählen (lacht). Wir haben im ganzen Team so viel Spaß miteinander, er wird uns sehr fehlen. Es ist sehr schade, dass Markus uns verlässt. Aber wer weiß, vielleicht kommt er ja wieder zu uns zurück. Ich hoffe es zumindest.

Und wie sieht es mit der Liebe bei Markus Kofler in den kommenden Folgen aus?

Die Liebesgeschichte zwischen Katharina (Luise Bähr) und Markus wird fortgeschrieben werden. Mehr verrate ich nicht. Der Zuschauer darf sich überraschen lassen.

Sebastian Ströbel und Luise Bähr in "Die Bergretter"

Markus Kofler (Sebastian Ströbel, links) und Katharina Strasser (Luise Bähr, rechts) genießen die Zweisamkeit. Foto: ZDF/Walter Wehner

Am 07. November 2019 startet um 20:15 Uhr im ZDF die elfte Staffel der Erfolgsserie „Die Bergretter“. Dreharbeiten in schwindelerregender Höhe, Actionszenen der Extraklasse – Cast und Crew schaffen es erneut ihrer Linie treu zu bleiben und wieder einmal mehr zu beweisen, dass man mit viel Leidenschaft, Herzblut und Engagement ein einzigartiges Filmformat erschaffen kann. Weltweit gibt es kein anderes Format, was diese Extreme in der Bergwelt zeigt. Chapeau! Am kommenden Mittwoch gibt Gundula Niemeyer alias Dr. Verena Auerbach weitere Einblicke in die „Bergretter“ Welt. In der kommenden Woche folgt das letzte Interview der Sonderinterviewreihe von Neuzugang Ferdinand Seebacher.

 

„Die Bergretter – Wiedersehen“:

(pm) – Die Buchrestaurateurin Paula besucht zusammen mit ihrem Mann Georg und ihrem zwölfjährigen Sohn Jannis ihren alten Arbeitsplatz im Kloster Wiesbrunn. Dort treffen sie auf Bruder Elias, mit dem Paula einst sehr viel verband. Elias ist auf der Suche nach einer alten Lutherbibel, die vor langer Zeit von Protestanten über die Ramsauer Berge geschmuggelt worden ist. Mit Paulas Hilfe findet er den entscheidenden Hinweis und macht sich anschließend allein auf den Weg ins Hochgebirge. Nach einem Steinschlag wird er jedoch verschüttet und schwer verletzt. Werden Markus und sein Team Elias noch lebend finden? Auf Emilies Hof verabschiedet sich Tobias. Mit seiner Affäre in Südtirol hat er Emilie so verletzt, dass die Ehe am Ende ist, und Tobias Ramsau verlässt. Seinen Bergretter-Kollegen Katharina, Markus, Rudi und Michael bleibt nicht viel Zeit für den Abschied – sie werden zu einem Einsatz gerufen: Simon Plattner, Controller im Hotel Herbrechter, ist beim Klettern in große Gefahr geraten. Mit einer waghalsigen Aktion kann er schließlich von den erfahrenen Bergrettern geborgen werden. Sie ahnen noch nicht, dass ausgerechnet Simon bald schon Teil ihres Teams sein soll – wenn es nach Peter Herbrechter geht.